Psychologen beim Frühstück

Psychologen beim Frühstück

Folge 211 Stille im Alltag

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Ist Euch das auch schon aufgefallen? Im Alltag reden die Menschen immer weniger miteinander: Beziehungsklärung per SMS oder WhatsApp, Meinungsäußerung bis hin zum Mobbing per Internet & Co. - natürlich anonym. Gefühlt hat jeder Knödel (Kopfhörer) in den Ohren. Im Supermarkt werden die Sachen schnell und still eingekauft. In der Bahn wird mehr Musik gehört und am Handy gespielt als miteinander geredet. Kommunikation mit Behörden und Callcenter laufen oft unerfreulich ab. Wenn man irgendwo tatsächlich einen richtigen Menschen an den Hörer bekommt, so laufen die Gespräche vielleicht sogar unhöflich oder nur stereotyp à la Schulung ab. Sehr selten werden Fehler eingestanden, sondern zum Betroffenen zurückgespielt - Entschuldigungen gibt's fast nie. Dafür wird man dann einfach mal von Fremden angepflaumt - die offensichtlich mehr Probleme mit sich selbst haben, als mit einem selbst.

Es scheint, als ob die Menschen einerseits immer defensiver werden und sich sehr schnell angegriffen fühlen, anderseits aber auch distanzierter und weniger empathisch. Übrig bleibt das Gefühl der Einsamkeit inmitten der Masse Mensch.

Dabei vermissen viele das Gefühl von Gemeinsamkeit, die Wärme durch die Gemeinschaft. Was ist los? Liegt es nur an der Technik, an Handy&Co, dass wir verlernt haben, miteinander zu reden? Und wie könnte das kleine Gespräch im Alltag aussehen? Sind Höflichkeit und Respekt heutzutage zu altmodisch?

Wir sind gespannt, Eure Meinung zu diesem Thema zu lesen. Darum schreibt uns, liked uns und/oder empfehlt uns weiter. Wir freuen uns über alles!

Annika + Michael

Folge 210 Das bisschen Haushalt

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Sandra hat uns geschrieben: "Es geht um das Thema Haushalt. Jetzt hab ich zwar im Haushalt ein bisschen was geschafft, bin total k.o. - aber erstens bin ich mit der Hausarbeit echt noch nicht fertig und zweitens hab ich das Gefühl, als ob ich gar nichts hinbekommen hätte. Gibt es da auch irgendwas psychologisches zu? Und warum erledigen wir die Hausarbeit, wenn wir doch nicht fertig werden?…Ich hab das Aufräumen verlernt. Gibt es sowas auch?" Gute Fragen, liebe Sandra, die wir heute gerne beantworten werden. Denn das Thema Haushalt beschäftigt uns alle - auch wenn viele keine Lust auf die endlos wiederkehrenden Arbeiten haben!

Selbst Marie Kondo, die japanische Aufräumkönigin, setzt jetzt nach der Geburt ihres dritten Kindes mehr auf Gemütlichkeit als auf Ordnung. Sehr zur Freude von Tilly, der es zwar sauber, aber nicht unbedingt sehr aufgeräumt mag. Marie hat ein neues Buch veröffentlicht. "Marihate Kondo's Kurashi at Home: How to Organize Your Space and Achieve Your Ideal Life", heißt es. Kurashi bedeutet so viel wie "Lebensweise; die Art, den Tag zu verbringen, bis die Sonne untergeht". Marie befasst sich damit, wie die kleinen Dinge Ruhe und Glück in den Alltag bringen können. Und das muss nicht zwingend nur Ordnung sein.

Und wir reden über den "Cluttercore-Trend". Junge Menschen zeigen bei TikTok ihren Krimskrams und zeigen ihre mit Möbeln, Bildern und allerlei Gegenständen vollgepackten Wohnungen.

Warum sind wir so unterschiedlich in unserem Ordnungssinn? Wie finden wir zum Thema Haushalt Kompromisse und Lösungen in der Partnerschaft? Wieviel Energie und Zeit sollten wir in den Haushalt investieren? Und wieso scheint er in keiner Lebensplanung vorzukommen, obwohl er sowohl Zeit einnimmt und unsere unmittelbare Wohlfühlen- und Sicherheitszone ist?

Auf Mutterherzen.de haben wir folgendes Zitat gefunden: "Haushalt läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind einen Regenbogen zeigen willst. Aber der Regenbogen wartet nicht." Eine schöne Weisheit…

Was meint Ihr zum Thema Haushalt, Ordnung und Sauberkeit? Schreibt uns, liked uns und empfehlt uns weiter!

Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag, Annika + Michael

Folge 209 Gemüsesuppe für die Seele

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Kasteien, Diäten, Kalorienzählen. Kontrollverlust, Frustfutter und Katastrophenessen. Wir haben so viele wunderbare Lebensgeschichten und Kommentare zur letzten Sendung "Seelenfett" bekommen - VIELEN, VIELEN DANK DAFÜR!!! Wir werde heute einige davon vorlesen und besprechen.

Als Langzeitmoppel haben wir immer Kalorien gezählt und täglich versucht, uns beim Essen zurückzuhalten. Wer weniger wiegen will, sollte weniger essen. Richtig? Annikas Arzt meinte dazu: Falsch! ESSEN SIE MEHR - ABER DAS RICHTIGE! Und bitte dem Körper keinen Dauer-Mangel-Zustand suggerieren. Also bewusstes Einkaufen und bewusstes Essen. Basiswissen über Kalorien, Fett und Zucker sind wichtig, aber nicht jede Mahlzeit muss ausgerechnet werden. Es muss ein Grundvertrauen ins Essen wieder her, denn essen ist existentiell. Essen darf nicht zum Feind werden, aber auch nicht zum generellen Seelenstreichler.

Stattdessen essen wir gerne mehr - von dem "Richtigen", um auch vernünftig satt zu werden. Obst ist besser als Schokolade, Gemüse besser als Chips und Vollkornbrot besser als Kuchen. Tomaten besser als Ketchup, Naturjoghurt mit Früchten besser als Fruchtzwerge. Also heisst es: nach persönlichen Alternativen suchen - und sich dort dann nicht beschränken müssen. Unser Lieblingsessen mit nicht so vielen Kalorien, aber Vitaminen, hohem Sättigkeitsgefühl und großem Genuss verraten wir hier:

Annika‘s Gemüsesuppe (reicht für mindestens zwei Personen)

1 richtig große Süsskartoffel, 5 mittelgroße Kartoffeln, 1 Suppenbund (Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch, Petersilie), 3 Karotten, 2 Zwiebeln, 1 Stück Ingwer, 2 Knoblauchzehen.

Putzen und grob zerschneiden. Alles in einen großen Topf geben, mit Gemüsebrühe knapp auffüllen und gar köcheln.

1 oder 2 Dosen Kokosmilch (light), je nach Geschmack, 1 Limette/Saft, 2 TL rote thailändische Currypaste.

Zur Flüssigkeit geben und alles mit dem Zauberstab pürieren.

1 Bd. Koriandergrün hacken und unterrühren.

Bei Bedarf mit Salz und/oder Honig abschmecken.

Schmeckt auch toll mit gebratenen Garnelen, kleinen Hühnerspießchen oder ein wenig Kroepoek.

Guten Appetit und viel Spaß bei Nachmachen.

Annika + Michael

Folge 208 Seelenfett

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Dicksein hat so viel mehr Ursachen als "falsche" Ernährung, Disziplinlosigkeit oder Naschsucht. Viele Menschen nehmen das Essen als Ersatz, um stressige Situationen, seelische Verletzungen, ein unglückliches Leben, Einsamkeit oder innere Leere überleben zu können. Dieses emotionale Essen macht letztlich dick, denn es lindert nur kurzfristig die Symptome, weil man gegen den Stress schnelle Energie braucht, ändert aber nichts an den Ursachen für das vermehrte Essen. Ein Kreislauf beginnt. ERGEBNIS: Viele Menschen futtern sich einen Schutzpanzer aus Seelenfett an.

Darüber reden wir heute aus eigener Erfahrung mit der Hoffnung, das Ihr Eure nächste Ernährungsumstellung sehr bewusst plant, vor allem aber vorher analysiert, warum Ihr übergewichtig geworden seid und welche Stressfaktoren es in Eurem Leben gibt. Das Wichtigste ist ein GESUNDES Gewicht - ohne Modelvorbilder, Schlankheitswahn in unserer Überflussgesellschaft oder Tiktok-Filter. Und das erreicht man nur durch mehr als Kalorien zu reduzieren, nämlich durch eine allumfassende Lebensstiländerung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns Eure Erfahrungen mit Seelenfett schreibt. Empfehlt uns bitte weiter und liked uns, wenn Ihr mögt.

Eure Annika+Michael

Folge 207 Sucht nach Süssem

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Folge 207 Sucht nach Süssem
Hmmmmmm, Blätterkrokant, gefüllte Waffeleier, Eierlikör umhüllt von Zartbitterschokolade… Ostern ohne Ostereier aus Schokolade, Nougat oder Marzipan? Undenkbar! Deswegen - und weil Michael schon mit Süßem frühstücken kann - gibt's heute diese süße Folge von unserem Osterfrühstück.

Was macht Schokolade & Co. so unwiderstehlich? Und wo kommen Kakao und Schokolade eigentlich her? Gibt es vielleicht sogar gesunde Inhaltsstoffe in diesen Kalorienbomben? Wie gehe ich damit um, wenn mein Verlangen nach Süßem schon Suchtcharakter hat? Warum sind "Naschkatzen" nachweislich hilfsbereiter als Diätfanatiker? Und was hat das "Marshmallow Experiment" für Erkenntnisse gebracht?

Wir wünsche Euch schöne Ostern, tolle Süßigkeiten und viel Spaß beim Genießen!

Bis nächsten Sonntag,

Annika + Michael

Folge 206 Wenn alles zuviel wird

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Ständig überarbeitet. Immer das Gefühl, nicht genügend Zeit zu haben. Nicht alles zu schaffen. Schon Kleinigkeiten sind plötzlich zu viel. Erste Fehler schleichen sich ein. Folgen: Unzufriedenheit, Stress, depressive Verstimmung. Der Schlaf wird immer schlechter. Die Laune auch. Und der Körper sendet schon Signale in Form von Magen- und Kopfschmerzen. Bei manchen geht diese Überlastung bis zum Burn Out.

Scheitern wir am eigenen Perfektionswillen? An unseren eigenen Ansprüchen? Höchste Zeit, alles mal runterzufahren, sich mehr um sich selbst zu kümmern und das Leben zu endschleunigen. Stichwort Selbstfürsorge. Aber wie mache ich das?

Um all dies und mehr geht es an diesem Sonntag in unserem Frühstück. Wir freuen uns, wenn Ihr wieder dabei seid und natürlich, wenn Ihr uns liked und weiterempfehlt. Annika und Michael

Folge 205 Werden Kids immer brutaler?

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Folge 205 Werden Kids immer brutaler?
Zwei Mädchen, 12 und 13 Jahre alt, töten die 12-jährige Luise. Ein paar Tage später prügelt und foltert eine Mädchengang eine 13-jährige auf brutalste Weise. Kriminalstatistiken aus Deutschland zeigen, dass die Kriminalität unter Kindern und Jugendlichen von den Zahlen und von der Brutalität her zunehmen. Dann haben wir da noch die Silvesterunruhen in Berlin, prügelnde Fussballfans und Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte. Was ist hier los?

Warum ist das so? Welche psychologischen Erklärungsmöglichkeiten gibt es dazu? Und wie können wir als Gesellschaft damit umgehen? Wie können wir verhindern, dass Kinder zu brutalen Schlägern werden? Und wie können wir uns sinnvoll verhalten, wenn wir Zeuge einer Gewalttat sein sollten?

Ganz klar: Wir versuchen die Hintergründe solcher Taten zu erklären, versuchen mögliche Lösungsansätze zu beleuchten. Aber erklären heißt natürlich nicht gutheißen!

Wir freuen uns sehr auf Eure Meinungen zu diesem aktuellen Thema - und sind happy über jeden like und jedes Teilen! Annika und Michael

Folge 204 Wenn man sich selbst nicht gut tut...

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Was für eine gute Frage: "Kann man eine toxische Beziehung zu sich selbst haben?" - das hat Sandra uns als Reaktion auf unsere letzte Folge "Toxische Beziehungen" gefragt. Genau diese Frage sowie Eure Kommentare zu dem Thema werden wir heute besprechen.

Beispielsweise beschäftigen wir uns damit, ob und wie man generell eine toxische Beziehung ins Positive verändern kann. Es geht auch um das Thema Selbstverletzung (ACHTUNG TRIGGERWARNUNG) und den Umgang mit Eltern, die einem nicht gut tun. Und welche Folgen das wiederum für die eigene Person, die eigene Wahrnehmung und die Beziehung zu sich selbst hat. Wir sprechen über Crashdiäten, über die Ursprünge von einem toxischen Selbstbild, über die Auswirkungen von zuviel Arbeit bis hin zur "Selbstverwahrlosung", wie Annika es erleben musste.

Wir freuen uns wie immer über Eure Kommentare, über Themenvorschläge - und natürlich darüber, wenn Ihr unseren Podcast teilt und bewertet.

Bis nächsten Sonntag,

Annika und Michael

Und wer noch mehr von Manfred hören möchte, geht gern auf seine Website www.hallo-manfred.de

Folge 203 Toxische Beziehung

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Heute geht's um toxische Beziehungen. Unter anderem sprechen wir über das sogenannte "gaslighting" - damit bezeichnet man auch in der Psychologie Beziehungen, in der der "gaslighter" den bestimmenden, manipulierenden und kontrollierenden Part innehat und durch Lügen und Fälschen von Tatssachen das "unterlegende" Opfer manipuliert, es isoliert, dessen Selbstbewusstsein unterminiert und beim Opfer oft einen Realitätsverlust verursacht.

In toxischen, dysfunktionalen Beziehungen stehen oft die Bedürfnisse eines Partners im Vordergrund, die der Andere erfüllen muss. Das Selbstwertgefühl eines Partners wird permanent untergraben, Kommunikation findet nicht auf Augenhöhe statt und die Beziehung bietet keinen Raum für das gegenseitige Wachstum. Im Gegenteil: Sie macht krank.

Was sind die Ursachen für toxische Beziehungen, wie kann ich sie erkennen und welche Lösungsmöglichkeiten gibt es, um diese Partnerschaft zu verändern?

Wir freuen uns über Eure Bewertungen, Kommentare und das Teilen dieser Folge in Euren Netzwerken.

Habt einen schönen Sonntag und bis nächste Woche, Annika + Michael

Folge 202 Optimismus?!?

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n der letzten Folge sprachen wir über "Das Böse" im Menschen. Klar, heute geht's ums Gegenteil: dem Guten. Also um den Optimismus, der uns besonders in schwierigen Zeiten am Leben hält.

Passend dazu hat Michael im "Report Psychologie", der Zeitschrift des Berufsverbands Deutscher Psychologen, ein Interview mit der ukrainischen Psychologin Dr. Natalia Nalyvaiko gelesen. Sie sprach darüber, wie trotz des schon mehr als einjährigen Krieges viele Ukrainer Pläne für die Zukunft schmieden, ein gemeinsames Ziel und gesellschaftlichen Rückhalt entwickelt haben. Alles Faktoren, die in der Psychologie mit Optimismus zusammenhängen.

Das PERMA-Modell des amerikanischen Psychologen Martin E.P. Seligman erklärt, welche fünf Bereiche in unserem Leben maßgeblich darüber entscheiden, ob wir Optimismus im Leben entfalten können. „PERMA“ ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben folgender fünf Optimismusfaktoren:

1. Positive Emotionen
2. Engagement
3. Relationships (Beziehungen)
4. Meaning (Sinn)
5. Accomplishment (Errungenschaften)
Doch wie bekommen wir den Optimismus in unser Leben? Wie können wir unseren Alltag positiv gestalten und trotz privater oder gesellschaftlicher Krisen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken?

Also: Möge die Macht mit euch sein! Annika und Michael

Über diesen Podcast

Psychologen beim Frühstück belauschen, wie sie über die Themen reden, die sie gerade beschäftigen: Von der "Psychologie des Lügens", über "Energievampire" und das Streitthema "Ordnung" bis hin zur "Macht des Vergebens". Immer persönlich, immer menschlich aber mit psychologischen Erklärungsversuchen, warum wir uns wie verhalten.

Unsere Zuhörer lieben es, mit uns auf den Ohren zusammen zu frühstücken:
"Danke für die Sendung !
Ich habe ein neues Hobby am Sonntagmorgen: Bügeln und Eure Sendung hören. Beides sehr erbaulich :)"(Alwin)

"Ich muss mal hier was los werden.Euro Radio Sendung ist der voll Hammer.
Es gibt mir so viel Kraft für die Woche um das Leben zu bestehen" (Christian)

"Hach...Ihr seid immer wieder ein Genuß" (Jens)

"Vielen Dank. Ein sehr schönes und interessantes Thema zum Start und eine tolle Idee. Ihre Formate bringen einen immer weiter und es man lernt eine ganze Menge dazu."(Tiger11969)

...und wer uns nicht nur hören sondern auch sehen will, schaltet jeden Mittwoch ab 19.00 "TheraThiel" auf YouTube ein.

Und natürlich freue wir uns auf viele Kommentare und Bewertungen. Klickt dazu mal hier: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

von und mit Annika Lohstroh, Michael Thiel

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