Psychologen beim Frühstück

Psychologen beim Frühstück

Folge 291: Lemonading

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Die Bahn hat Verspätung? Also Zeit fürs Lesen. Schmerzhafte Trennung? Vielleicht endlich der Punkt, um die langerträumte Reise zu unternehmen. Und eine fiese Krankheit? Kann Dir unter Umständen in der Reha ein neues Lebensprojekt oder eine neue Leidenschaft bringen. Du weißt nie vorher, wie sich die Dinge entwickeln. Aber Du kannst die Art beeinflussen, wie Du mit Krisen und Rückschlägen umgehst.

Der amerikanische Schriftsteller Elbert Hubbard schrieb 1915: "Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus!" Das nennen wir heute in der Psychologie "Limonading". Damit ist keineswegs unrealistischer, übersprudelnder Optimismus und durchgehend positives Denken gemeint, sondern eher die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen positive Erfahrungen zu erkennen, etwas zu lernen, kreative neue Lösungswege einzuschlagen und auch mal spielerisch zu erforschen.

Oder wie es Nelson Mandela sagte: „Ich verliere nie. Entweder ich gewinne oder ich lerne!“

Laut einer aktuellen Studie der Oregon State University zeichnen sich besonders verspielte Menschen beim Lemonading aus. Durch ihre Verspieltheit und ihrem Streben nach Spaß sind sie eher neugierig, flexibel, kreativ und dadurch in schwierigen Situationen belastbarer. Doch wie bekomme ich Lemonading in meinen Alltag? Wie kann ich eine gewisse Leichtigkeit lernen? Genau darum geht es in diesem Podcast.

Viel Spaß beim Spielen wünschen Annika + Tilly

Folge 290: Ich bin schön!

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Messingringe um den Hals: Giraffenhälse sind topmodisch bei den Padaung-Frauen in Myanmar. Schwarz lackierte Zähne waren voll im Trend im Japan des 18. Jahrhunderts. Ob letztendlich für Haarausfall sorgende Haarmasken mit Pferde-Urin für rotblondes Haar oder halsbrecherische 50cm hohe Schuhe (sogenannte Calsagnini) um schlanker zu wirken bei den Venetianerinnen der Renaissance, extrem schmerzhaft gewickelte Lotus-Füße der Mädchen im alten China oder Blei-Schminke zur Zeit Elisabeth 1., die die Haut wegätzte - immer will der Mensch gut aussehen und eifert dem Schönheitsideal seiner Zeit und seines Umfelds nach, egal welche langfristigen Konsequenzen dies für ihn hat. Denn: Es gibt keine "objektive" Schönheit! Sie ist subjektiv, liegt im "Auge des Betrachters" und wird durch kulturelle, gesellschaftliche und mediale Normen geprägt.

Aber warum ist Aussehen bloß so wichtig? Warum nimmt man Schmerzen und körperliche Reaktionen in Kauf? Gibt es Unterschiede bei Männern und Frauen? Warum benutzen wir Filter ohne Ende bei unseren Fotos? Wollen wir wirklich nur dazugehören und nicht aus der Masse herausfallen? Aber was ist mit der Individualität, was mit der Realität? Die meisten sind eben keine Models…

Die Zufriedenheit mit unserem Körper, unserem Aussehen ist eine wichtige Quelle für unser Selbstwertgefühl. Finde ich mich vergleichsweise häßlich, habe ich ein negatives Selbst- und Körperbild, kann das zu permanentem psychischen Stress und am Ende sogar zu einer psychischen Erkrankung führen. Es gibt viele verschiedene Formen von Essstörungen, u.a. Magersucht, Bulimie, Binge Eating, Depressionen durch Adipositas usw.

Spätestens wenn Dein Denken an Essen, Gewicht, Figur und Aussehen Deinen Alltag dominiert, wenn Gefühle wie Schuld, Scham oder Angst in Bezug auf Essen auftreten, solltest Du Dir frühzeitig professionelle Hilfe suchen. Frage bei Deiner Krankenkasse nach, die meistens eine Vielzahl von Angeboten bei Essstörungen bieten.

Über Schönheit, Body Positivity und Ausstrahlung unterhalten wir uns heute… wieder mit Christin. Viel Spaß! Christin, Annika und Tilly

Folge 289: Einfach eklig!

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Na? Etwas Casu Marzu (Madenkäse) oder Balut (angebrütete Eier) zum Frühstück? Nein? Eklig? Wäre in Sardinien oder auf den Philippinen aber eine Delikatesse! Und wie steht's mit Hákarl, fermentiertem Hai aus Island? Der Ammoniakgeruch dieses "Gammelhais" löst bei vielen Menschen Würgereflexe aus - und sein Verzehr ist schon längst in den sozialen Medien eine Challenge. Aber spätestens beim Surströmming - schwedischem fermentiertem Hering in Dosen, der in den Konserven weiterreift, sodass es wegen Explosionsgefahr verboten ist, diese Dosen in ein Flugzeug mitzunehmen - reden die einen von der schlimmsten olfaktorischen Zumutung, während einige Schweden diesen Müffelfisch mit Zwiebeln, Kartoffeln, Knäckebrot und viel Alkohol als Sommerdelikatesse empfinden. Dafür werden diese Schweden wahrscheinlich etwas anderes als eklig empfinden. Vielleicht Sauerkraut?

Deshalb sprechen wir heute über eine Emotion, die wir alle haben, über die aber wenig geredet wird: Ekel! Ekel hat eine evolutionspsychologische Funktion, ist aber auch kulturell und individuell geprägt. Man kann sich vor physischen Dingen wie Gerüchen oder Schimmel ekeln, vor Dingen und Tieren, man kann sich aber auch vor Handlungen oder Amoral ekeln. Es gibt Menschen, die keine Ekelgrenze haben, was es ihnen leicht macht, Straf- und Gräueltaten zu begehen. Und natürlich Menschen, die sich sehr leicht ekeln, die u.a. aus Ekel vor Schmutz und Bakterien einen behandlungsbedürftigen Zwang entwickeln.

Und so reden wir mit Euch über unsere Ekelerfahrungen, die wir in verschiedenen Teilen der Welt gemacht haben und über die Grenze, ab der Ekel pathologisch werden kann.

Trotz einiger ekliger Lebensmittelbeispiele wünschen wir Euch ein genußvolles Frühstück am Sonntag. Freut Euch einfach, dass Ihr leckere Dinge auf dem Tisch habt!

Bis bald, Annika + Tilly

Folge 288: Perspektiv-Wechsel

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Kennt eigentlich jeder: Wir machen immer wieder den gleichen Fehler. Oder wir machen immer das Gleiche und erwarten aber, dass etwas anderes dabei herauskommt. Nur, dass sich so keine Änderungen oder Lösungen einstellen. WIR müssen etwas anders machen. Aber was? Und wie? Ein Perspektiv-Wechsel wäre ein prima erster Schritt, um die ganze Situation von aussen oder von oben oder mit den Augen eines anderen zu betrachten.

Ab und zu mal das eigene Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten kann nämlich helfen, Probleme zu lösen, festgefahrene Denkmuster zu durchbrechen und dadurch bessere Entscheidungen zu treffen.

Welche Methoden und Techniken bietet die Psychologie zum Perspektiv-Wechsel? Warum ist es Kindern erst ab einem bestimmten Alter möglich, die Sichtweise einer anderen Person einzunehmen? Was passiert, wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, sich selbst kritisch einzuschätzen oder sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen?

Für uns ein spannendes Thema - für Euch hoffentlich auch!

Schreibt uns gern über Eure Erfahrungen mit Perspektiv-Wechseln. Bis bald, Annika + Tilly

Folge 287: Schlafen wie ein Baby

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Na, das war nix mit dem Babyschlaf… Christin, die heute mit uns frühstückt, haben nacheinander ihre vierjährigen Zwillinge aus ihrem Bettgedrängelt. Ihr intensiv schnarchender Mann sägte einen großen Wald ab…Und bei uns mußte Annika musste wegen unseres Frühstücks ihren Schlaf abbrechen - Garant für Grummelei und kleine Augen - ausserdem war ihr nachts so kalt. Erholung also gleich Null. Nur Tilly hat gut ausgeschlafen - aber der hat jetzt Hunger…

Und mit dem "Schlafen wie ein Baby" ist das sowieso so eine Sache: Die meisten Babies schlafen streckenweise prima, sind aber alle zwei Stunden hungrig… Es gibt wahrscheinlich keine Eltern, die in der Babyphase ihrer Kinder überhaupt ausreichen Schlaf bekommen. Doch ab wann ist Schlaf erholsam? Wieviel Schlaf brauchen wir eigentlich und was passiert in Körper und Psyche bei Schlafentzug? Wie kommen wir in einen regenerativen Schlaf und was können wir tun, wenn wir vor lauter Sorgen nicht in den Schlaf kommen?

Dieses und einiges mehr bekommt Ihr heute von uns auf die Ohren, damit Ihr gut und erholsam schlafen könnt.

Christin, Annika und Tilly

Folge 286: Depressionen

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Erst einmal vorneweg: Heute gehts bei uns nicht um Winterblues, Traurigkeit oder depressive Verstimmung - wir sprechen heute über klinisch relevante Depressionen. DEPRESSIONEN SIND ERKRANKUNGEN, DIE BEHANDELT WERDEN MÜSSEN UND GEHEILT WERDEN KÖNNEN!

Fast 10 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer depressiven Erkrankung. Wir werden Euch die Symptome schildern, die auf eine behandlungsbedürftige Depression hinweisen, damit Ihr sie bei Euch selbst oder in Eurem Umfeld entdecken könnt. Wir erklären Euch kurz die verschiedenen Formen von Depressionen und schlagen Behandlungsarten und Wege zur Therapie vor.

Hier schon mal eine kleine Auswahl von Adressen, an die Ihr Euch wenden könnt, falls Ihr selbst oder jemand in Eurer Umgebung Symptome einer Depression zeigen sollte:

In Notfällen, z.B. bei drängenden und konkreten Suizidgedanken, auch bei anderen, wende Dich bitte sofort an die nächste psychiatrische Klinik (Internet) oder wähle den Notruf unter der Telefonnummer 112.

Ein psychologisches Erstgespräch bei Dir in der Nähe - um abzuklären, ob tatsächlich eine behandlungsbedürftige Depression vorliegt - kannst Du beim ärztlichen Notdienst unter 116 117 erfragen.

Mehr Infos über Depressionen und einen Selbsttest findest Du auf der Website der Deutschen Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/selbsttest-offline

Wir wünschen Dir viel Kraft, falls Du selbst oder einer Deiner Lieben in einer Depression stecken sollte. Denke bitte immer daran: Es gibt Wege aus dieser Erkrankung!

Annika + Tilly

Folge 285: Winterblues

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Auch so müde, antriebslos, Energie gleich Null? Hast Du eine Kälte-Unverträglichkeit entwickelt und ein magisch-konstantes Verlangen nach Süßigkeiten entwickelt? Klarer Fall: Diagnose "Winterblues"! Christin und Annika stimmen da ganz klar ein: Christin vermisst die Sonne, Annika mutiert zur Bettwurst. Und Tilly zeigt sich solidarisch - zumindest, was seinen Konsum von Maxis Super-Nußecken angeht.

Wann reden wir Psychologen aber offiziell vom Winterblues und ab wann von einer behandlungsbedürftigen Depression? Und was kann man in welchem Fall machen, um aus einem derartigen Stimmungstief herauszukommen? Darüber reden wir heute zusammen mit Christin.

In der nächsten Woche werden wir uns dann mit klinisch relevanten Depressionen beschäftigen, die unabhängig von Jahreszeiten auftreten können und dringend behandelt werden müssen.

Wir wünschen Euch einen kuscheligen Sonntag,

Annika, Christin und Tilly

Hier einige Adressen, unter denen man sich Hilfe bei Depressionen oder einen Termin zur psychologischen Diagnostik besorgen kann:

In Notfällen, z.B. bei drängenden und konkreten Suizidgedanken, wende Dich bitte an die nächste psychiatrische Klinik oder wähle den Notruf unter der Telefonnummer 112.

Ein psychologisches Erstgespräch bei Dir in der Nähe - um abzuklären, ob tatsächlich eine behandlungsbedürftige Depression vorliegt - kannst Du beim ärztlichen Notdienst unter 116 117 erfragen.

Mehr Infos über Depressionen und einen Selbsttest findest Du auf der Website der Deutschen Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/selbsttest-offline

Folge 284: Vorsatz-Booster

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Kennen wir alle, machen wir alle: Neues Jahr - wir fassen gute Vorsätze. Und zwei Monate später schmeckt die Schokolade wieder so gut und ins Fitnessstudio sind wir auch nur dreinmal gegangen. Tja, das war's dann in diesem Jahr mit den guten Vorsätzen. Warum ist das so? Und wie schaffen wir es, unsere Ziele wirklich dauerhaft umzusetzen?

Bei unserem heutigen Frühstück, bei dem wieder unsere Freundin und Redaktionsassistentin Christin dabei ist, sprechen wir über die Hürden beim Umsätzen unserer Vorsätze und die Fehler, die uns dann vom Durchhalten abhalten.

Wir verraten Euch psychologisch fundierte Strategien, mit denen Ihr Eure Vorsätze nachhaltig in die Tat umsetzen könnt. Egal ob es um mehr Sport, weniger Stress oder eine gesündere Ernährung geht – mit unseren Tipps bleibt Ihr dran. Lasst uns loslegen!

Viel Erfolg wünschen Euch Christin, Annika + Tilly

Folge 283: Wie sehe ich mich selbst?

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Da ist es: das neue Jahr! Zeit also, um sich zu fragen: Wie wird das neue Jahr? Wie will ich in Zukunft leben? Wer bin ich? Wie wirke ich auf andere? Und welches Bild habe ich von mir selbst?

Genau darum geht es heute bei uns: um das Selbstbild. Wie kommt es zustande? Was ist der Unterschied zwischen Selbstbild und Fremdbild? Wer hat als erster darüber nachgedacht? Und wie können wir unser Selbstbild verändern? Wie können wir auf andere anders wirken? Und bringt es uns eigentlich etwas, wenn wir auch einmal versuchen, durch die Brille anderer Menschen auf uns selbst zu gucken?

Wir freuen uns, dass Ihr auch bei der neuen Folge wieder mit dabei seid und wünschen allen ein tolles Jahr 2025!

Annika + Tilly

Folge 282: GOOD BYE 2024

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Moin, Ihr Lieben! Unser letztes gemeinsames Frühstück mit Euch in 2024! Schnappt Euch Euren Kaffee - und wir denken zusammen ans vergangene Jahr!

Ihr habt uns viele tolle Kommentare und persönliche Erlebnisse dieses Jahres gesendet. Vielen, vielen Dank!!! Also reden wir über einige davon zum Thema Jahresrückblick. Erzählen Euch, was uns 2024 besonders geärgert, aber auch gefreut hat, und erklären, warum bei Rückblicken fast immer die negativen Seiten mehr Raum einnehmen als die schönen Erlebnisse.

Können wir 2025 irgendetwas persönlich besser machen? "Das wahre Geheimnis des Glücks liegt darin, aufrichtiges Interesse an allen Details des täglichen Lebens zu haben." sagte William Morris, ein britischer Designer und Sozialreformer des 19. Jahrhunderts. Wir stimmen ihm vollkommen zu.

Und so wünschen wir Euch auch für 2025 viele kleine und größere Momente, in denen Ihr zufrieden, schmerzfrei und vielleicht sogar glücklich sein könnt.

Wir hören uns 2025 wieder.

Bleibt bitte fröhlich und gesund, Annika + Tilly

Über diesen Podcast

Psychologen beim Frühstück belauschen, wie sie über die Themen reden, die sie gerade beschäftigen: Von der "Psychologie des Lügens", über "Energievampire" und das Streitthema "Ordnung" bis hin zur "Macht des Vergebens". Immer persönlich, immer menschlich aber mit psychologischen Erklärungsversuchen, warum wir uns wie verhalten.

Unsere Zuhörer lieben es, mit uns auf den Ohren zusammen zu frühstücken:
"Danke für die Sendung !
Ich habe ein neues Hobby am Sonntagmorgen: Bügeln und Eure Sendung hören. Beides sehr erbaulich :)"(Alwin)

"Ich muss mal hier was los werden.Euro Radio Sendung ist der voll Hammer.
Es gibt mir so viel Kraft für die Woche um das Leben zu bestehen" (Christian)

"Hach...Ihr seid immer wieder ein Genuß" (Jens)

"Vielen Dank. Ein sehr schönes und interessantes Thema zum Start und eine tolle Idee. Ihre Formate bringen einen immer weiter und es man lernt eine ganze Menge dazu."(Tiger11969)

...und wer uns nicht nur hören sondern auch sehen will, schaltet jeden Mittwoch ab 19.00 "TheraThiel" auf YouTube ein.

Und natürlich freue wir uns auf viele Kommentare und Bewertungen. Klickt dazu mal hier: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

von und mit Annika Lohstroh, Michael Thiel

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