Psychologen beim Frühstück

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Multitasking - gut oder nicht gut?

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Multitasking - gut oder nicht gut?
Der Begriff Multitasking kommt aus dem Computer-Bereich und beschreibt die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben praktisch gleichzeitig auszuführen. Dieses Bild wird auch auf Menschen übertragen. Alles gut und schön - und manchmal im Alltag oder Job auch ganz hilfreich. Aber wo sind die Grenzen des Multitaskings beim Menschen?

Wieviele Sachen können wir wirklich gleichzeitig erledigen?

Was passiert dabei im Gehirn?

Kann man auf Multitasking stolz sein?

Warum fühlt man sich abends oft kaputt, wenn man in einem Job arbeitet, der von einem Multitasking fordert?

Und wieso schaffen einen mehrere Kleinkinder genauso?

Warum lernen wir aus Büchern besser als vom Bildschirm?

Doch nicht nur Dinge, die wir gleichzeitig tun müssen, fordern unser Multitaskingtalente, auch die neuen Medien schreien nach multipler Aufmerksamkeit. Essen mit der Freundin und das Handy liegt parat daneben? Eine Besprechung und bei jedem blinkt und piept das Smartphone?

Wir wünschen uns einen bewussteren Umgang mit Smartphone & Co: Dass auch mal wieder eine Zeitschrift oder ein Buch zur Hand genommen wird, bewußt zusammen gegessen wird und Ruheoasen von der Technik in den Alltag eingebaut werden. Nach einem anstrengenden Multitasking Tag, egal ob Job oder Kinder, wirkt ein halbstündiger Spaziergang wahre Wunder.

Wichtig: Handy aus und Kopf frei machen!
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Scheidungskinder - kleine und große…

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Nimmt heute kaum noch jemand wahr, trifft ja auch auf viele im Umfeld zu: Scheidungskinder. Also kleine und große Trennungsopfer, die als Kinder, aber eben auch noch als Erwachsene unter der Trennung der Eltern leiden. Bei immerhin rund 33% der Ehen in Deutschland, die 2018 geschieden wurden, sieht es nicht so aus, als ob die Zahl der Leidtragenden weniger wird. Denn neben den sich Scheidenden leiden auch die Angehörigen, die Freunde und vor allem eben die Kinder, denn sie können meistens am wenigsten für die Trennung, glauben aber - je kleiner sie sind umso mehr - daran, Schuld am Ende ihres sicheren Hafens zu haben.

Warum fühlen so viele Scheidungskinder schuldig?

Warum geht für viele Scheidungskinder die schmerzhafte Phase besonders NACH der Scheidung erst so richtig los?

Warum werden so viele Scheidungskinder NACH der Trennung zum Partnerersatz bei dem Elternteil, bei dem sie hauptsächlich leben?

Was können Eltern in der Trennungsphase tun, damit ihre Kinder nicht zu sehr darunter leiden?

Was sollten Eltern vor allem NACH der Scheidung tun, damit sie nicht Gefahr laufen, ihre Kinder etwa noch zusätzlich zu instrumentalisieren, zum Aushorchen zu benutzen oder als Nachrichten- und Terminvermittler zu missbrauchen?

Mit "transgenerationalem Risikotransfer" bezeichnet man die Gefahr, dass ein Scheidungskind als Erwachsener sich ebenfalls wieder trennt. Stimmt das eigentlich?

Fünf Regeln, die Trennungskindern helfen

Niemals schlecht über den abwesenden Partner reden
Kind nicht als „Spion“ instrumentalisieren
100% zuverlässig Versprechungen einhalten
Zwistigkeiten zum Wohle des Kindes unter Erwachsenen austragen, nicht über das Kind
Neuer Partner ist nicht „Vater-/Mutter-Ersatz“!**
Wieso haben so viele Scheidungskinder Bindungsängste?

Schuldgefühle und Verlustängste auch noch im Erwachsenenalter? Laut einer Längsschnittstudie von E. Mavis Hetherington, die über 20 Jahre den Lebensweg von Scheidungskindern leiden ca. 10 bis 20% der untersuchten Scheidungskinder noch bis zu 20 Jahre später an den Folgen der elterlichen Trennung. Was also tun?

Trauen sich Scheidungskinder später kaum noch an Beziehungen heran? Wohl eher ja! Denn das häufigste Problem der Scheidungskinder: später eine vertrauensvolle Bindung zu einem Menschen aufzubauen. Die Angst vor einer erneuten Trennung und den damit verbundenen seelischen Schmerzen hält viele davon ab, sich bedingungslos und voller Liebe in eine neue Beziehung zu stürzen.

Wir erleben in der Beratung sehr häufig Paare, in der ein Partner z.B. extrem eifersüchtig und kontrollierend ist. So sehr, dass diese Partnerschaft droht, daran zu zerbrechen. Der häufigste Grund: Trennungserfahrungen in früher Kindheit. Dort hat das Kind die Trennung so erfahren, dass es nicht liebenswert genug war, dass Vater oder Mutter bei ihm blieben, sondern es verlassen haben. Die Folge: Verlustängste, mangelndes Selbstwertgefühl und Kontrollzwang. Ist deshalb der Wunsch nach einer stabilen Partnerschaft, in der alles unbedingt anders laufen soll, als in der eigenen Kindheit, bei diesen scheidungsgeschädigten Erwachsenen ohne psychologische Hilfe oft zum Scheitern verurteilt?

Beziehungen werden am Modell der Eltern gelernt. Wer konstruktives Zusammenleben, streiten und wieder versöhnen, Liebe ohne Eifersucht etc. nicht erleben konnte, wird sie später nur schwer selbst leben können. Wenn ich dann zusätzlich noch das Gefühl habe, ich bin es nicht wert, dass man mich liebt, kann ich natürlich auch nicht glauben, dass mein Partner mich wirklich lieben kann. Bindungsangst kann auch durch den Wunsch entstehen, sich nicht mehr durch eine erneute Trennung verletzen lassen zu wollen. So kann sich niemand vollkommen auf einen anderen Menschen einlassen.
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Altruismus - oder der Greta-Effekt

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Irgendwie hat uns dies in der vergangenen Woche am meisten beeindruckt: Dieses kleine schwedische Mädel zwischen all diesen ach so mächtigen Herrschern dieser Welt… David und Goliath… und dann haut Greta den Staatsoberhäuptern die Versäumnisse in der Klimapolitik um die Ohren. Genau das nennt man altruistisches Verhalten: sich selbstlos für etwas oder für andere einsetzen.

▶️Woher kommt altruistisches Verhalten: angeboren oder erlernt?

▶️Ist man naiv, wenn man sich für etwas einsetzt, weil man nicht an die Konsequenzen denkt? Denn es könnte ja auch heftige Gegenwehr, Druck oder Verletzungen geben, wenn man einen empfindlichen Nerv trifft…

▶️Wieso ist Altruismus der Gegensatz zu Egoismus?

▶️Was hat Altruismus mit Kongruenz - Denken und Handeln sind eins - zu tun?

▶️Zu Altruismus gehören Begriffe wie prosoziales Verhalten (z.B. Ärzte ohne Grenzen), seinem eigenen moralischem Kompass treu bleiben (z.B. Oskar Schindler), Heldentum, Herzblut, Mitgefühl, Empathie, Konsequenz, Frustrationstoleranz, Bedürfnisaufschub, Loyalität, Konfliktfreudigkeit, Authentizität, Courage, Entscheidungsfreudigkeit, Empowerment und Flexibilität. Doch wie genau?

▶️Pathologischer Altruismus: Wann wird aus Einsatz und Engagement Aufopferung und Verlust der eigenen Persönlichkeit?

▶️Was hat der Locus of Control, also die Kontrollfähigkeit über das eigene Leben, mit Altruismus zu tun?

Das klingt ja alles sehr theoretisch, doch im Grunde geht es um etwas sehr simples: In unserer Ellbogengesellschaft kommen Schwächere oft zu kurz - wer setzt sich selbstlos für sie ein? Wo sind Menschen, die nicht nur an den eigenen Vorteil denken, sondern ohne Wenn und Aber jemandem helfen, einfach weil es richtig ist? Wer möchte lieber eine Beziehung führen und bei Streitereien nicht nur Recht haben? Und wo finden wir Gleichgesinnte, die sich gewaltfrei, aber engagiert für Ziele einsetzen, die sie als moralisch notwendig empfinden - auch wenn sie nicht dafür bezahlt werden oder dadurch in die Medien kommen? Wir beide jedenfalls würden uns freuen, wenn der eine oder andere diese Sendung zum Anlass nimmt, darüber nachzudenken, ob er sich als altruistischen Menschen sieht oder ob da noch Luft nach oben für ein bisschen mehr Einsatz für etwas oder für andere ist…

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Mobbing!

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Nach unserem Aufruf in der letzten Woche waren wir überrascht von der Menge Eurer vielen Zuschriften! Und natürlich finden wir es erschütternd, was Ihr so alles erleben musstest von Menschen, die Euch gemobbt haben. Deshalb geht es in dieser Folge rund ums Thema "Mobbing": Was ist das überhaupt? Warum kann man so schwer dagegen vorgehen? Wie wirkt sich Mobbing auf unser Leben und auf unsere Psyche aus? Und was kann man gegen Mobber unternehmen?

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Gute Kindheit, gutes Leben ?

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Gewalt, Verletzungen, Schmerz - der auch Nähe, Liebe, Wärme, Lachen: Wie sehr beeinflussen Erlebnisse und Gefühle in unserer Kindheit unser Erwachsenenleben? Und wie kann ich negative Erfahrungen, die ich als Kind machen musste, als Erwachsener so verarbeiten, dass ich trotzdem ein glückliches Leben führen kann?

▶️Ab wann können wir Erinnerungen speichern? Oder anders herum gesagt: An was aus frühester Kindheit wir uns?

▶️Wie wichtig ist die Nähe der Eltern oder Bezugspersonen in den ersten Monaten?

▶️Warum fühlen wir als Erwachsene manchmal so eine innere Leere?

▶️Was sind unsere Grundbedürfnisse?

▶️Soll man Babies schreien lassen?

▶️Woher kommt es, dass wir oft das Gefühl haben, wir müßten uns noch mehr anstrengen, damit man uns überhaupt liebhaben kann? Warum fühlen wir uns manchmal so unvollkommen?

▶️Wenn ich oft Angst habe, kann das mit meiner Kindheit zusammenhängen?

▶️Kann Überbehütung auch schaden?

▶️Erbsen aufessen, bessere Schulnoten, Zimmer aufräumen - wenn an elterliche Liebe Bedingungen geknüpft werden…

▶️Zuwenig Spiel & zuwenig Phantasie, gleichzeitig zuviel Leistung & zuviel Druck - was passiert, wenn an Kinder viel zu früh die Erfolgsmaßstäbe unserer Gesellschaft angelegt werden.

Bestimmt denkt jetzt der ein oder andere darüber nach, wie die Kindheit gewesen ist und wie seine heutige Gefühlswelt aussieht. Vielleicht kommt Ihr ja einigen Rätseln auf die Spur?

‼️Aber VORSICHT: Eltern sind nicht automatisch SCHULD an den Auswirkungen. Im täglichen Leben sind spätere Auswirkungen oft überhaupt nicht erkennbar! Ihr könnt aber versuchen, mit Euren Kindern anders umzugehen. Und Ihr könnt versuchen, mögliche negative Erlebnisse oder Gefühle "ZU ÜBERSCHREIBEN", also mit neuen, positiven Gefühlen neu zu besetzen. Und: Macht Euch doch auch einmal mit Hilfe von Fotos und Gesprächen mit Euren Bezugspersonen auf die Suche nach schönen, innigen Erlebnisse, an die Ihr Euch vielleicht gar nicht mehr erinnert!

‼️Ganz wichtig: Solltet Ihr mit Euren Kindheitserlebnissen allein nicht zurecht kommen, tauchen traumatische Situationen von früher immer wieder plötzlich und unkontrollierbar in Eurem Bewusstsein auf, holt Euch bitte Hilfe. Fragt bei Eurer Krankenkasse nach Möglichkeiten für eine Psychotherapie nach. Oder sucht Euch selbst einen Psychotherapeuten in Eurem Umkreis, zum Beispiel über unseren Berufsverband Deutscher Psychologen auf dessen Seite www.psychotherapiesuche.de.

Erich Kästner sagte einmal: "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit". Ein schöner Satz, finden wir…

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Koffer packen - von Abschiednehmen, Neuanfang und Entdeckergeist

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"Oh, we're going to Ibiza…ladl-ladl-ladl!" - aus aktuellem Anlaß geht's heute um's Gepäck… denn Michael fliegt nach Ibiza zum Arbeiten. Deshalb haben wir diesen Podcast auch schon am Donnerstag vorproduziert. Arbeiten auf Ibiza? Ja, aber sicher findet unser bärtiger Psychologe auch noch Zeit, um etwas Sonne zu tanken und seinen Luxuskörper in die Fluten zu schmeissen. Also, unser Thema heute: Koffer packen!

▶️Wie wichtig sind Reisen und Veränderungen für unsere Psyche?

▶️Wann wird es Zeit, im wahrsten Sinne die "Koffer zum packen"?

▶️Warum leben manche Menschen mit "gepackten Koffern"? Warum können sie sich nicht entscheiden, vorwärtszugegen und evtl. Schlimmes oder Unerträgliches endlich hinter sich zu lassen?

▶️Warum fällt es uns Menschen oft so schwer, endlich die Koffer zu packen und das zu erforschen, was wir immer schon sehen wollten - sowohl im tatsächlichen wie auch im psychischen Sinne?

▶️Warum müssen wir uns im Leben immer wieder auch einmal verabschieden und zu neuen Ufern aufbrechen?

▶️Michael zitiert aus seinem Lieblingsgedicht "Stufen" von Hermann Hesse: "In jedem Anfang wohnt ein Zauber, der uns beschützt!"

▶️Wie kann uns Reisen davor schützen, Vorurteile und Fremdenhass aufzubauen?

▶️Warum mögen manche Menschen Gruppenreisen? Welche Ängste stecken dahinter?

▶️Wieviel Zeit braucht die Psyche, um sich im Urlaub erholen zu können? Und wie lange hält die Erholung an?

▶️Wie kann jeder auch mit wenig Geld und ohne große Reisen ein wenig Urlaub und Abenteuer in sein Leben holen?

▶️Warum ist beim Reisen oftmals weniger mehr?

Die liebe Maxi hat uns ein großes Paket mit vielen leckeren Sachen geschickt. Ganz, ganz herzlichen Dank dafür!!!!!!! Was haben wir bloß für tolle Hörer, Ihr Lieben, DANKE!!!! Und Maxi hat kleine "Psychologen beim Frühstück"-Kuschelkissen selbst genäht, auf die sie Natis Bild von uns beim Sushi-Naschen aufdrucken ließ. Maxi und Nati haben uns angeregt und erlaubt, drei von den kleinen Reisekissen zu verlosen. Wir machen das gern!
‼️Der Weg zum Kissen: Bitte lockt Euch über diesen Link http://getpodcast.reviews/id/1392433517 bei iTunes ein und bewertet bitte unseren Podcast und schreibt einen kleinen Kommentar. Unter allen Kommentaren verlosen wir dann bis nächsten Sonntag, 16.9.2019, drei Kissen.‼️

👍Wir drücken Euch die Daumen, auf daß Ihr bald Euer edelstes Körperteil auf unserem Konterfei ausruhen könnt… nämlich Euren Kopf.

DENN DER KOPF IST RUND, DAMIT DAS DENKEN AUCH MAL DIE RICHTUNG WECHSELN KANN!

Spielen - wie wichtig ist das?

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Abtauchen bei Mario Kart oder in Zeldas Reich, stundenlang Fußballkicken und dabei das Abendbrot vergessen, nächtelang Skat kloppen oder Legostädte bauen ohne Muttis Rufe zu hören: Schon als Kind können wir begeistert spielen und tun dies als Erwachsener immer noch. Doch warum tun wir dies? Warum ist Spielen so wichtig für unsere Entwicklung? Und ab wann wird das Ganze zur Sucht?

▶️„Homo Ludens - der spielende Mensch“: Damit ist gemeint, dass wir uns auf spielerische Weise entwickeln. Doch wie geht das?

▶️Gibt es Unterschiede zwischen „analogen“, also physischen Spielen, und „digitalen“, also Computerspielen?

▶️Immer wieder ein Reiz-Thema: Sind Spiele am PC/Konsole/Smartphone etc. grundsätzlich schädlich?

▶️Kommt heutzutage etwas bei den Kids zu kurz, wenn sie sich dauerhaft vorm digitalen Spielen parken?

▶️Wieviel Spiel brauchen wir eigentlich - und wo ist die Grenze zur Spielsucht? Ab wann fällt man in eine Art Trance, die sogenannte „Zone“? Welche Auswirkungen kann Dauerspielen auf Erwachsene haben? Als Info dazu nochmal die drei Kriterien für Sucht: 1. Dosissteigerung. 2. Abstinenzerscheinungen. 3. Soziale Verelendung.

▶️Wie wichtig ist das gemeinschaftliche Spielen?

▶️Kann Spielen nicht nur anregen, sondern vielleicht auch entspannen? Und wieso ist Tetris heilsam?

Wir spielen gern. Immer schon. Schach, „Mensch ärgere Dich nicht“ genauso wie Karten-, Ball- und Funspiele. Annika liebt ihr Tablet und spielt Snooker (Billard), Tetris und Solitaire. Michael daddelt gern am Smartphone. Das macht Spaß. Keine Frage. Aber zusammen spielen macht noch mehr Spaß! Vor allem, wenn man das Spiel - egal welches! - nicht so bierernst nimmt und auch über seine Fehler und Pannen lachen kann. Denn das ist das Beste am Spielen: Man kann trainieren, Niederlagen wegzustecken, lernen sie abzuhaken… und einfach wieder neu anfangen!

Wir freuen uns über Eure Kommentare und gerne auch Eure Bewertungen bei YouTube, Spotify und iTunes http://getpodcast.reviews/id/1392433517)

Paul Watzlawick's Menschliche Kommunikation

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Immer wieder Sonntags kommt die Erinnerung… tja, und wir erinnern uns heute morgen beim französischen Frühstück mit Croissants an den bekannten Kommunikationspsychologen Paul Watzlawick. Denn wir beide hatten das Glück, ihn persönlich in den 90er kennenzulernen und haben bei ihm lernen dürfen. Was war er für ein Mensch? Und was bedeuten seine Forschungsergebnisse zur menschlichen Kommunikation noch heute für unseren Alltag?

Wir erklären alltagstauglich und hoffentlich verständlich die "5 Metakommunikativen Axiome" von Watzlawick:

▶️"Man kann nicht NICHT kommunizieren"
▶️„Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt.“
▶️„Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktionen der Kommunikationsabläufe (Ursache und Wirkung) seitens der Partner bedingt.“
▶️„Menschliche Kommunikation ist digital (verbal) UND analog (non-verbal).“
▶️„Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch (gleichwertig, auf Augenhöhe) oder komplementär (ergänzend, ungleichgewichtig).“

Annika liest Geschichten aus Watzlawicks Bestseller "Anleitung zum Unglücklichsein" vor - u.a. die von dem "Mann mit dem Hammer" - und Michael erklärt, warum Klatschen rosa Elefanten vertreibt.

Wir erklären, wie wichtig "Metakommunikation" gerade in Paarbeziehungen ist und warum man nicht an einem "Wir haben das immer so gemacht!" festhalten sollte.
Und am Ende bekommt Ihr noch ein paar wichtige Kommunikationstipps für den Alltag…

↗️Es ist tatsächlich nicht möglich, nicht zu kommunizieren! Selbst wenn ich mich dem Gespräch verweigere, wenn ich bei Streit aus dem Raum gehe, ist auch dies eine Form der Kommunikation. Das Wissen um grundsätzliche Regeln beim Miteinanderreden hilft, konfliktfreier mit anderen Menschen umzugehen. Denn darum geht es uns in der Psychologie: Sie soll uns helfen, unser Denken und Handeln, den Alltag und unser Leben besser zu verstehen - und dadurch glücklicher leben zu können.
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Fokus - wie wir uns besser konzentrieren können

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Fokus - wie wir uns besser konzentrieren können

Die Begriffe „Konzentration“ und "Fokussierung" werden in der Psychologie nicht ganz einheitlich verwendet. Aber alle Forscher sind sich darüber einig, dass es bei Konzentration und Fokussierung immer die Abschirmung gegen störende Reize geht, um eine Aufgabe eben "konzentriert" zu Ende zu bringen. Aber wie schaffe ich das konkret?

Annika zählt dazu 7 Punkte auf, die für sie wichtig sind, wenn es um unsere Konzentrationsfähigkeit geht:

▶️Ruhe: Wieviel bzw. welcher Lärm etc. umgibt mich?
▶️Umgebung: Werde ich abgelenkt? Wovon? Störreize?
▶️Charakter: Lasse ich mich leicht ablenken? Oder bin ich ein hibbeliger Typ? Oder schwer zu begeistern? ADHS?
▶️Durchhaltevermögen: Wieviel "Biss" besitze ich?
▶️Motivation: Wie sehr reizt mich die Aufgabe?
▶️Ziel: Ist das Ziel eher intrinsisch, also selbst gewählt oder extrinsisch, also fremdgesteuert? Wie mache ich es zu meinem Ziel? "Wer das Wozu kennt, erträgt das Wie!"
▶️Fokus: Was ist mein Inhalt? Worauf genau will ich mich konzentrieren?
Diese 7 Punkte kann man wie eine Checkliste benutzen, wenn man sich auf etwas konzentrieren muss oder möchte.

Michael berichtet von den drei großen Aufmerksamkeits-Systemen in unserem Gehirn, die für Konzentration zuständig sind:

▶️„Ich bin wach und aufnahmebereit!“ - Das Alerting-System
Es bereitet den Körper darauf vor, Informationen aufzunehmen und Warnsignale frühzeitig auszumachen.

▶️„Was geht hier ab?!“- Das Orientierungs-System
Es organisiert alle Informationen, die über unsere Sinneskanäle auf uns einströmen und bewertet sie nach Herkunft und Wichtigkeit.

▶️„Eines nach dem Anderen!“ - Das Exekutive System
Es soll Ablenkendes bewusst ausblenden und so die Aufmerksamkeit fokussiert lenken.

Das bedeutet, dass wir - bevor wir uns an eine Aufgabe oder Herausforderung heranmachen - erst einmal all die oben genannten Punkte checken sollten. Dann können wir uns konzentriert an den Kuchen, die Steuererklärung oder die Prüfungsvorbereitung machen. Noch besser funktioniert es, wenn wir vorher genau durchdenken, wie wir genau vorgehen wollen, also einen Plan erstellen. Und vorbereiten - egal ob es die Zutaten für den besagten Kuchen, die Unterlagen für die Steuererklärung oder die Bücher für die Prüfung sind: Wer so vorarbeitet, kann sich besser konzentrieren. Und verschwendet weniger Zeit, Nerven und Energie. Gutes Gelingen!

Resilienz - wie stärke ich die Widerstandskraft meiner Seele ?

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Resilienz - wie stärke ich meine psychische Widerstandskraft?
Die einen kommen besser mit Streß, Krisen und Herausforderungen zurecht, anderen fehlt ein "psychisches Immunsystem". Woran liegt das? Die Psychologin Emmy Werner hat dafür den Begriff "Resilienz" in die Psychologie eingeführt. Sie begleitete in den 50er Jahren auf der hawaiianischen Insel Kauai rund 700 Jungen und Mädchen über 40 Jahre lang. Dabei stellte sich heraus, dass ein Drittel der Kinder es schafften, trotz eines erhöhten Entwicklungsrisikos (Armut, Krankheit, schwieriges Elternhaus, schwere Geburt, usw.) zu erfolgreichen und gesunden Erwachsenen heranzuwachsen. Diese Kinder hatten im Vergleich zu ihren Altersgenossen, die in die Kriminalität und in den Drogensumpf abrutschten, die sogenannte "Resilienz", also eine innere Widerstandskraft.

Wir sprechen heute in der Sendung über die sieben Faktoren, die die innere Widerstandskraft stärken können.

Faktor 1: Akzeptiere Veränderungen und erkenne, wann Du tatsächlich auch mal keine Lösung für ein Problem finden kannst.

Faktor 2: Nimm die guten Dinge in Deinem Leben bewusster wahr. Schreibe z.B. ein "Glückstagebuch".

Faktor 3: Vertraue Dir selbst, dass Du Situationen gut bewältigen kannst. Bau auf Deinen Erfolgen auf.

Faktor 4: Nimm Dich selbst positiver wahr und werde Dir Deiner Fähigkeiten bewusst. Erkenne also Deinen Selbstwert.

Faktor 5: Versuche weitestgehend die Kontrolle über Dein Leben zu behalten und sei überzeugt, dass Du kein Opfer bist - dem Schicksal also nicht einfach nur hilflos ausgeliefert -, sondern dass Du Situationen beeinflussen und steuern kannst.

Faktor 6: Vertraue Deinen Fähigkeiten und stelle Dich immer wieder neuen Herausforderungen, um Deine "Selbstwirksamkeitserwartung" immer weiter entwickeln zu können. Wachse an den Aufgaben und betrachte Streß auch mal als Motivator.

Faktor 7: Pflege Deine Freundschaften und habe zu mindestens einem Mensch eine sichere Bindung, der Dir auch in Notzeiten bedingungslos zur Seite stehen kann.

Klar, dass man nicht dauernd an allen Punkten arbeiten kann, umso ein bisschen tougher und selbstbewußter mit dem Leben klarzukommen. Ausserdem beeinflussen sich diese 7 Faktoren gegenseitig, sind einem ständigen Wandel unterworfen. Also versuche am besten, Dir immer mal wieder einen dieser Punkte bewusst zu machen und ihn besonders in Deinem Leben zu beachten. Grundsätzlich könntest Du Dir folgendes vornehmen: Pflege Deine Freundschaften, stelle Dich immer wieder neuen Situationen, feiere Deine Erfolge, lobe Dich selbst und werde Dir klar, was in Deinem Leben wirklich gut läuft. Das bereitet Dir nicht nur Freude, sondern stärkt auch Dein Immunsystem und Deine Psyche!

Über diesen Podcast

Psychologen beim Frühstück belauschen, wie sie über die Themen reden, die sie gerade beschäftigen: Von der "Psychologie des Lügens", über "Energievampire" und das Streitthema "Ordnung" bis hin zur "Macht des Vergebens". Immer persönlich, immer menschlich aber mit psychologischen Erklärungsversuchen, warum wir uns wie verhalten.

Unsere Zuhörer lieben es, mit uns auf den Ohren zusammen zu frühstücken:
"Danke für die Sendung !
Ich habe ein neues Hobby am Sonntagmorgen: Bügeln und Eure Sendung hören. Beides sehr erbaulich :)"(Alwin)

"Ich muss mal hier was los werden.Euro Radio Sendung ist der voll Hammer.
Es gibt mir so viel Kraft für die Woche um das Leben zu bestehen" (Christian)

"Hach...Ihr seid immer wieder ein Genuß" (Jens)

"Vielen Dank. Ein sehr schönes und interessantes Thema zum Start und eine tolle Idee. Ihre Formate bringen einen immer weiter und es man lernt eine ganze Menge dazu."(Tiger11969)

...und wer uns nicht nur hören sondern auch sehen will, schaltet jeden Mittwoch ab 19.00 "TheraThiel" auf YouTube ein.

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von und mit Annika Lohstroh, Michael Thiel

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