Psychologen beim Frühstück---Jeden Sonntag---Ab 9.00

Psychologen beim Frühstück---Jeden Sonntag---Ab 9.00

Folge 155 Gibt es das Böse im Menschen?

Folge 155 Gibt es das Böse im Menschen?

Gut und Böse, Yin und Yang – für die meisten Menschen gehören diese Gegensätze untrennbar zum Menschen dazu. Doch wie kommt das Böse in den Menschen?

- Welche psychischen Voraussetzungen muss es geben, damit ein Mensch bösartige Strukturen aufweist?
- Welche Rolle spielt dabei das Gehirn?
- Wie entwickeln sich Psychopathen?
- Und was für eine Rolle spielt dabei der freie Wille? Wie kann man sich gegen die Auswirkung einer schlimmen Kindheit entscheiden und nicht den gewaltbereiten Weg, der vorgelebt wurde, weitergehen?
- Warum fehlen bei manchen Menschen Empathie und Moral?

Wenn Ihr wollt, gibt es in der nächsten Folge mehr zum Thema "Das Böse in uns" - beispielsweise ob wir gut oder böse geboren werden oder ob es den sogenannten Todestrieb gibt. Schreibt uns!

Folge 154 Erziehung durch Beziehung

„Die Kinder lernen nur von denen, die sie lieben.“, sagte Goethe. Und das ist unser heutiges Thema: Erziehung durch Beziehung. Und das gilt nicht nur für Erziehung von Kindern sondern auch für Erwachsene in Beziehungen, in der Therapie, auf der Arbeit.

Was sind also die Voraussetzungen für eine "gute" Beziehung?

Wie sehr schaden "Helikoptereltern", die ihre Kids überbehüten?

Was ist eine hilfreiche Therapeuten-Klienten Beziehung?

Wie entsteht "erlernte Hilflosigkeit"?

uvm

Wir wünschen euch trotz der Hitze einen entspannten Sonntag! Annika und Michael

Folge 153 Lebenspause

Egal, ob nun vier Wochen Abschalten in den Highlands im Sommer oder im Alltag eine viertel Stunde lang die Beine hochlegen, Lebenspausen beziehungsweise Pausen überhaupt sind extrem wichtig für uns. Psychologen haben herausgefunden, dass wir während des Lernens in den Pausen noch mehr lernen. Wie das? Lapidar sagen wir oft: das muss sich erst mal setzen. Und machen instinktiv eine Pause. Medizinisch gesehen arbeitet unser Gehrn dann 20 mal so schnell, um das Gelernte zu verarbeiten.

Manche Lebensläufe werden gerade auch während eines Einstellungsprozesses kritisiert, weil sie sogenannte Lücken aufweisen. Doch gerade die Lücken sind es, die uns oft persönlich weiter bringen. Vielleicht haben wir uns in dieser Lücke umorientiert, einen neuen Weg gefunden oder etwas Neues gelernt. Alles, was wir lernen und entscheiden bringt uns eine neue Facette. Die wir wiederum in einen möglicherweise neuen Job einbringen können.

Kurz und knapp: Pausen sind wichtig, darum sollten sie immer wieder stattfinden.

Folge 152 Achtsamkeit

"Ich lebe hier und jetzt. Ich bin das Ergebnis von allem, was geschehen ist oder geschehen wird, aber ich lebe hier und jetzt."

Dieses Zitat von Paulo Coelho hat uns zu der Idee gebracht, uns heute einmal über "Achtsamkeit" zu unterhalten.

Was ist "Achtsamkeit" eigentlich? Warum ist Achtsamkeit in unserer Zeit wieder so im "Trend"? Wie und wo kann man Achtsamkeit lernen? Und was versteht Coelho unter einer "Weltenseele"? Eine Frage von Annika, die sich über Eure Antworten freuen würde.

"Achtsamkeit" dass der Zukunftsforscher Matthias Horx zum Trendwort des 21. Jahrhunderts erklärte, stammt vom althochdeutschen "ata" ab. Das ist ein veralteter Ausdruck für "Nachdenken" und "Aufmerksamkeit".

Einer, der die buddhistische Theorie und Praxis von Achtsamkeit kennengelernt und wissenschaftlich untersucht hat, ist Jon Kabat Zinn. Er hat zum Beispiel die "mindfulness based stress reduction" Therapie entwickelt, in der Achtsamkeit eine zentrale Rolle spielt.

Wir wünschen Euch eine achtsame Zeit!

Folge 151 Vorsicht Leben!

Der Individualpsychologe Alfred Adler hat gesagt: "Die größte Gefahr im Leben ist, dass man zu Vorsichtig ist!"

Und genau darüber unterhalten wir uns heute: Wieviel Vorsicht ist eigentlich gut? Wann lähmt sie uns und schlägt in Angst um? Werden wir im Laufe unseres Lebens immer ängstlicher und müssen besonders aufpassen, uns nicht in unserer "Comfort Zone" zu verstecken?

Jan schreibt dazu auf Facebook: "Wer nie etwas riskiert (vor allem auf zwischenmenschlicher Ebene), kann auch nichts gewinnen oder noch besser gesagt hat schon verloren…Merkwürdige Worte. Im Sinne von sie sind es Wert, sie sich zu merken!" Und Gerrit schreibt u.a. dazu:"Wir können sicher Einfluss nehmen auf Handlungen und Selbssteuerungen, aber welche und wo, das ist unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Menschen und seinen Grundlagen ab (auch die Dauer von Leiden und Stress, verändert zum Beispiel über die Stress-Achse die Prozesse, so dass einiges niemals wieder veränderbar ist). Die Kunst ist herauszufinden, was ist veränderbar, was nicht, was kann ich ergänzen und wo muss ich verhandeln."

Wir freuen uns über Eure Kommentare auf Facebook, Instagram & Co. So haben wir das Gefühl, noch mehr von Euch zu erfahren und für Euch diesen Podcast zu machen. Und ja: Wir freuen uns auch über Bewertungen auf iTunes und Spotify und über das Teilen, wenn Ihr mögt…

Folge 150 (!) Schummeln!

Annika und Tilly sind überglücklich: 150 Folge voller Pimmelbrötchen, Pflaumenmus und EarlGrey Tee! Und das ist NICHT geschummelt…

Und darum geht es heute: Das in unserer Gesellschaft Schummeln geradezu Salonfähig geworden ist. So ein bisschen Beschönigen, so ein bisschen "Ich bin in einer Besprechung", wenn man eigentlich klönt und Kaffee trinkt. So ein bisschen die Steuererklärung aufrüschen. Alles nicht so schlimm, oder?

Es ist eine grundsätzliche Frage. Und es ist kein Kavaliersdelikt, wenn man sich anderen Menschen gegenüber einen Vorteil erschleichen möchte -Sei es in der Eigendarstellung oder mit einen tatsächlichen Gewinn.

Notlügen und Wahrheitsschmeicheler benutzen wir oft, um Menschen nicht zu verletzen. Trotzdem ist der Übergang vom Abschreiben, von der kleinen Schummelei bei der Bewerbung zum ausgewachsenen Lügengebilde, was sehr schnell zusammenbrechen kann, fließend. Und die Erfahrung hat gezeigt, dass Schummeleien, Lügen und Betrügereien irgendwann wie ein Bumerang zu uns zurückkommen.

Halten wir es also mit dem alten Spruch: "Ehrlich währt am längsten".

Folge 149 Wut - die unerwünschte Emotion?

Obwohl wir mit einem gewissen Temperament und damit mit einer gewissen emotionalen "Grundausstattung" geboren werden, gibt es in unser Gesellschaft, aber auch in den einzelnen Familien Emotionen, die beliebt und die weniger beliebt sind. Wut gehört in einigen Familien ganz klar zu den unerwünschten Emotionen schon bei Kleinkindern: "Hör auf rumzubrüllen, Du bekommst kein Eis!". "Sei leise, Dein Vater muss schlafen!". "Hör auf zu meckern und nerv nicht Deine Mutter!".

Innerhalb unserer Gesellschaft gibt es aber auch Gruppen, in denen gerade bei Männern Wut als Stärke angesehen wird und alle "weichen" Gefühle wie Zärtlichkeit oder Weinen gedeckelt werden. Dabei entsteht Wut bei uns allen automatisch in Gehirnteilen wie der Amygdala, wenn diese Gefahr registriert. Wut ist also eine Emotion, die zeigt, dass irgendetwas nicht stimmt und uns eigentlich zum Handeln auffordern will. Es sei denn, uns wurde früh beigebracht, dass wir nicht liebenswert sind, wenn wir wütend sind. Oder uns durch traumatische Erlebnisse der Zugang zu dem Gefühl Wut versperrt wurde.

Wir bedanken uns für Eure vielen Zuschriften und Kommentare auf Facebook, Instagram und per Mail. So macht es Freude mit und für Euch diese Sendung zu machen!

Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag! Annika + Michael

Folge 148 Muttertag

Anna Marie Jarvis, amerikanische Frauenrechtlerin, veranstaltete in Gravton (West Virginia, USA), einen "Memorial Mothers Day" als Erinnerung an ihre gestorbene Mutter. Sie blieb auch in den nächsten Jahren bei diesem Prozedere. Aufgrund ihrer Initiative wuchs diese Bewegung rasch an und bereits 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. Seit 1914 ist er Nationaler Feiertag in den USA, doch die Begründerin distanzierte sich: Es war ihr zuviel Kommerz!

In Deutschland setzte der Verband Deutscher Blumgeschäftsinhaber ab 1922/23 sich langsam durch, sodass am 13.Mai 1923 der erste Muttertag in Deutschland stattfand. Soweit zum Muttertag.

Egal, wie unsere Beziehung zu unserer Mutter ist, sie Mist eine der wichtigsten in unserem Leben.

Wir klären heute unter anderem:

Welche Muttertypen gibt es?
Haben es Jungen leichter sich von der Mutter abzugrenzen als Mädchen?
Wie gehe ich mit problematischen Müttern um?
Warum verschärfen sich manche Mutter-Tochter Konflikte?
Wie kann man die Lage entspannen?

Folge 147 Wie gehe ich mit belastenden Ereignissen um ?

Folge 147 Wie gehe ich mit belastenden Ereignissen um?
Gewalt in der Kindheit, Unfall oder schwere Krankheit im Erwachsenenleben - es gibt viele schlimme Ereignisse, die unsere Seele traumatisch schädigen können. Aber wie gehe ich damit um ?

Muss ich auf jeden Fall in eine Therapie um das Erlebte aufzuarbeiten? Oder kann so ein Trauma auch mit Hilfe von guten Freunden oder Partnern bearbeitet werden? Darüber unterhalten wir uns heute - mit einer von Zahnschmerzen geplagten Annika und einem frisch geduschten Tilly.

Egal für welche Form von Hilfe Ihr Euch entscheidet: wenn Ihr einen Leidensdruck habt, der Euer Leben stark beeinflusst, solltet Ihr der Sache auf den Grund gehen und das Problem bearbeiten. Dabei ist die Beziehung zwischen Therapeuten und Klienten für den Erfolg entscheidend. Ihr müsst Euch während der Gespräche wohl, verstanden und sicher fühlen!

Die im Podcast erwähnte Adresse für eine EMDR Behandlung ist folgende: http://www.emdria.de

Wir wünschen Euch viel Kraft und Mut für die Verarbeitung Eurer Verletzungen!

Annika und Michael

Folge 146 Wieviel Mensch braucht der Mensch?

Los geht's mit einem Experiment, das Felix Hardy gerade im Internet gezeigt hat, in dem er sich 24 Stunden in einen Pappkarton gesperrt hat, und Tilly diesen Selbstversuch kommentiert und beobachtet hat. Vor unserer heutigen Sendung hat er mit Felix ein kleines Interview geführt, um zu erfahren, wieviel Mensch bzw. welchen Input Felix gern in seinem Karton gehabt hätte. Überraschenderweise hätte Felix gern einen Krimi mitgenommen, um sein Gehirn zu beschäftigen.

Unter anderem hat dieses kleine Experiment uns angeregt, in der letzten Woche immer wieder über das Thema "Isolation" nachzudenken. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass

…der Mensch immer Mensch braucht, egal was er tut. Ist er allein, verkümmert er.
…es wichtig ist, welchen Menschen der Mensch braucht. Wir glauben, dass Menschen generell weniger Mensch brauchen, als wir alle immer denken. Es ist wichtiger, welchen Menschen wir haben. Ein Kriterium ist: Welchen Freund/Freundin kann ich nachts um drei anrufen, wenn es mir nicht gut geht? Und wer kocht mir eine Hühnersuppe, wenn ich auf der Couch bei Grippe vor mich hinröchle?
Fazit: Wir brauchen also weniger Mensch als wir denken. Aber wir brauchen mehr den richtigen Menschen, der uns gut tut und der uns versteht. Wenn wir diese Menschen finden, die wir wirkliche Freunde nennen können, haben wir keine Probleme, auch mal Zeiten der Isolation unbeschadet zu überstehen. Deswegen sollten wir diese Freundschaften unbedingt pflegen.

Link zu Felix Selbstexperiment:https://youtu.be/Hdll_UPFn-o
Foto: Felix Hardy