Psychologen beim Frühstück

Psychologen beim Frühstück

Folge 241: 2023 - 2024

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Das alte Jahr ist hin, hoch lebe das neue! Aber wie war das letzte Jahr für uns in Deutschland – und wie für jeden von uns persönlich? Und interessant: Was war psychologisch los bei uns? Welches waren unsere wichtigsten Themen?

Für Tilly war es sein neuer Job als Betriebspsychologe und die Frage nach der psychologischen Sicherheit. Für Annika - nach Krankheiten und diversen Krankenhausaufenthalten - war unsere neue Mitarbeiterin Christin das Highlight und die damit verbundene Menge Spaß und Normalität. Aber auch die Frage nach der Rolle der Frau gab Annika große Rätsel auf: Männliche Aggressoren gab es auch 2023 wieder reichlich in der Weltpolitik - und immer wieder sah man viele Kinder und Frauen als Opfer. Was für eine Diskrepanz! In der Politik entdeckt man auch in unserem Staat hauptsächlich männliche Entscheider. Wo sind die Frauen? Was ist mit unserer vielgeprisenen Emanzipation passiert?

Nach so vielen Rückbetrachtungen stellen sich natürlich auch Fragen wie: Was bringt das neue Jahr? Was können wir an Erkenntnissen mit ins neue Jahr hinübernehmen?

Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2024 nur das Beste! Annika und Tilly

Folge 240: Der Rudolph - Effekt

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Wir wünsche Euch einen entspannten heiligen Abend und schöne Weihnachten!

Ja, wir waren kreativ: Wir haben einem psychologischen Phänomen einen Namen gegeben! Weihnachten ohne Rudolph, dem Ren(n)tier, ist für uns undenkbar. Deswegen widmen wir ihm in dieser Folge ein Ständchen - und Annika hat nach ihm den "Rudolph - Effekt" benannt: Eine individuelle Eigenheit, die auf den ersten Blick nicht gruppenkonform ist, aber unter bestimmten Bedingungen einzigartig und voranbringend ist. Rudolph wurde ja zuerst von seinen Kumpeln wegen seiner roten Nase ausgelacht und gemieden. Bis der Weihnachtsmann kam und die Vorteile der leuchtenden Nase sah: Sicher durch den Nebel fliegen zu können. So durfte Rudolph den Schlitten anführen - und plötzlich akzeptierten ihn die anderen.

Auf uns Menschen übertragen: Finde heraus, was Dich einzigartig macht, denn diese Einzigartigkeit kann Dich im Leben durchaus voranbringen.Warum fällt uns das aber so schwer? Warum wollen wir oftmals lieber einfach nur dazu gehören? Wer kann uns helfen, unsere Besonderheiten zu entdecken und zu kultivieren?

Das und noch viel mehr (wie Annikas Lieblings-Weihnachtsmannwitze) hört Ihr in dieser Weihnachtsfolge.

Hohoho, Annika und Tilly.

Folge 239: Psychologische Sicherheit

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"Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an etwas Neuem versucht!" Albert Einstein

Von Geburt an machen Menschen Fehler, versuchen idealerweise daraus zu lernen und entwickeln sich dadurch weiter. Voraussetzung: Mensch fühlt sich in seiner Umgebung sicher genug, um Fehler zu erkennen, sie zuzugeben und sich zu verändern. Dieses Urvertrauen in sich selbst und in eine wohlwollende Umgebung ist ein Teil psychologischer Sicherheit.

Michael hat in den 90er Jahren in dem Bereich „Sichere Eltern-Kind Bindung“ geforscht und arbeitet jetzt an einem Programm, das einige seiner Erkenntnisse von damals, die nach wie vor Gültigkeit besitzen, auf heutige Arbeitsbedingungen überträgt: Wer in einer psychologisch sicheren Umgebung arbeitet, in der er/sie wertgeschätzt wird, in der Fehler erlaubt sind und in der diese als Möglichkeit zur Weiterentwicklung gesehen werden, aber in der vor allem jeder ohne Probleme seine Meinung sagen kann, wird in seiner Tätigkeit kreativ und zufrieden sein. Denn derjenige fühlt sich psychologisch sicher. Interessanterweise gilt dieses Modell für alle Gruppen von Menschen, die man als "Team" bezeichnen kann: also auch für die Familie, die Schule, Sportgruppen usw. oder den Freundeskreis.

Was verstehen wir nun genau unter „psychological safety“? Woran erkenne ich, ob und in welchem Ausmaß in meinem Team dieses Sicherheitsgefühl vorhanden ist? Welche Maßnahmen kann ich persönlich ergreifen, um Teamsicherheit zu erhöhen? Was kann ich tun, wenn ich selbst ein eher unsicherer Mensch bin?

Über das alles und mehr reden wir heute. Wir freuen uns natürlich über Eure Meinungen und Erfahrungen. Und wir hören uns auch am 24.12. zum gemeinsamen Weihnachtsfrühstück wieder!

Bleibt bitte gesund,

Annika + Michael

Folge 238: Sorry!

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"Vielen Dank, dass Sie Ihre Reise mit der deutschen Bahn gemacht haben. Bitte entschuldigen Sie eventuelle Unannehmlichkeiten." NÖ, SAGT TILLY. Bahn weg, Zug fällt aus oder rauscht vorbei, Stranden des Nächtens in einem Vorort von München ohne Plan, lustiges Gleiswechseln im Schneeregen, stundenlanges Warten bei Minustemperaturen, dabei nix App oder Lautsprecher-Info… Nö, meint Tilly, entschuldigt er nicht.

Tilly is eigentlich ein netter Mensch, verständnisvoll und gutmütig. Doch auch er hat, wie die meisten von uns, eine rote Linie, bei der Entschuldigungen nicht mehr fruchten. Was macht eine psychologisch "gute" Entschuldigung eigentlich aus? Warum fällt es manchen Menschen so schwer, sich zu entschuldigen? Was hat das mit unserer Fehlerkultur und mit psychologischer Sicherheit zutun? Wann ist eine Entschuldigung ehrlich gemeint? In welchen Fällen sollten wir eine Entschuldigung nicht annehmen, wann sollten wir sie einfordern?

Ein wichtiges Thema für die vorweihnachtliche Stimmung, in der wir uns die Zeit nehmen könnten, über uns und unsere Beziehungen nachzudenken.

Wir wünschen Euch einen schönen 2. Advent und essen einen Manni-Zimtstern auf Euer Wohl!

Annika + Tilly

Folge 236: Die 10 größten Psycho-Irrtümer

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Folge 236: Die 10 größten Psycho-Irrtümer

In unseren Köpfen schwirren viele Gedanken und Sätze, die man uns beigebracht hat oder die wir uns selber immer wieder sagen - die aber eigentlich völlig falsch für unser Leben sind.

Beispielsweise:

"Wie Du mir, so ich Dir."
Die Kollegin ist zickig? Kann ich auch! Der Partner schmollt? Dann schmoll ich auch. Führt bloß zu nichts und macht auf Dauer einsam. Wie wäre es also in Zukunft mit dem Satz: "Wie Du mir, so werde ich nie zu Dir sein!"?

"Auge um Auge…"
Aggressionsaustausch führt zu Hass und Eskalation. Und Rache führt leider nicht dazu, traumatische Erlebnisse besser zu verarbeiten. Schlag auf Gegenschlag führt zur Hasspyramide und verselbständigt sich, sodass irgendwann keiner mehr die Ursprünge versteht. Deshalb ist dieser Ansatz von Mahatma Gandhi besser: "Auge um Auge - und die Welt wird blind."

"Wer A sagt, muss auch B sagen."
Natürlich sollte man Konsequenzen akzeptieren, aber wir besitzen die Freiheit, jederzeit unsere Entschlüsse zu überdenken und auch umzuschwenken. Denn mehr vom selben führt zu nichts anderem, ballistisches Denken bringt keine Neuerungen. Denkt mal nach über "Wer A sagt, kann auch Aufhören sagen."

"Wir machen das immer so."
Echter Gruselsatz! Hier gibt's keine Neugier, kein Nachdenken, kein Nachfragen. Und es gibt keine Lösungen für Probleme, wenn man immer dasselbe versucht. Routine ist das Aus für jede Neugier und jede Entwicklung. Deshalb besser: "Wir machen es mal anders."

"Wer laut ist, bestimmt."
Wir glauben oft, dass offensichtliche Dominanz Sicherheit und Macht zeigt - das gilt auch für schlagende Muskelprotze oder hyper-selbstbewußte Macher. Doch diese Menschen sind oft innen klein, deshalb gehen sie auf Schwächere los. Und oft sind beobachtende, ruhige und emotionale Menschen psychisch die Stärkeren. Darum: "Wer flüstert, dem versucht man zuzuhören."

"Da muß man durch!"
Es gibt Dinge, beispielsweise medizinische Untersuchungen, die muss man über sich ergehen lassen muß. Aber nur, wenn man weiß, warum, und wenn man sich zweite Meinungen eingeholt hat. Irgendwo "durchmüssen" sollten wir uns möglichst selten im Leben sagen - und ein Satz zu Kindern ist es schon gar nicht. Also gute Reaktion: "Ich gehe woanders lang!"

"Ich habe Recht!"
Toller Satz, um jede Kommunikation zu beenden. Besser: "Willst Du Recht haben, oder eine Beziehung haben?"

"Je mehr Fakten ich kenne, umso besser kann ich entscheiden."
Man kann nicht alle Fakten kennen. Und man kann nicht in die Zukunft schauen. Bei aller Objektivität sollten auch Glücksgefühle und Zufriedenheit eine Rolle spielen. Entspannter und authentischer: "Vertraue öfter Deinem Bauchgefühl."

"Alles gut - also kann ich aufhören!"
Egal, ob die Tabletten gewirkt haben, die Reha was gebracht hat, die Therapie anschlägt oder die Partnerschaft wieder läuft - sobald etwas sich bessert, glauben wir irrtümlich, alles sei wieder okay und prompt setzen wir Tabletten & Co. ab. Großer Fehler! Neues Motto: "Never touch a running system."

"Das Leben ist ein Geben und Nehmen."
Ja, aber das hört sich auch nach kosmischen Gleichgewicht und daher Vorbestimmung an. Doch wir haben die Entscheidungsfreiheit und können jederzeit einen anderen Weg einschlagen. Und Vorsicht, wenn jemand nur noch nimmt. Oder man nur noch gibt und dies für Liebe hält. Oder einen Mutter-Theresa-Komplex entwickelt. Also: "Das Leben ist ein Geben und Nehmen… und ich achte aufs Gleichgewicht."

Manchmal ist es also ganz gut, zu hinterfragen, was wir denken und uns selbst sagen. Doch der Kopf ist ja glücklicherweise rund, um die Richtung des Denkens zu ändern…

Viel Spaß also beim Umdenken! Schreibt uns, liked uns und teilt uns! Annika + Michael

Folge 234: Beziehungshelfer

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Heute geht es um Beziehungsprobleme - und wie man sie wieder kitten kann. Denn Roman schrieb uns einen Kommentar zur letzten Sendung "Mental Load": "Danke für die Episode. Ich höre Euch jetzt schon seit Jahren immer wieder und fühle mich langsam schon, als würde ich wirklich bei Euch am Tisch sitzen. Danke für diesen tollen authentischen Podcast. Bei dieser Folge kam mir leider die männliche Sicht etwas zu kurz. Meine Frau und ich teilen uns Aufgaben von Beginn an paritätisch. Wir haben einen Sohn und arbeiten beide ca. 3/4. Jeder übernimmt in gleichem Maße nach individuellen Stärken Aufgaben. Das Ganze klappt natürlich nur über viele Absprachen."

Romans Kommentar war für uns der Anstoß, in dieser Folge über Beziehungshilfe und Paarberatung zu sprechen. Wobei es nicht nur um Probleme in der Partnerschaft geht, sondern auch zwischen Freunden, Kollegen oder Verwandten - überall da, wo sich eine Beziehung entwickelt. Wir erklären, wie Paartherapien funktionieren, welche Formen der Beratung es gibt, wie Du selbst an Deinen Beziehungen arbeiten kannst und wie Du präventiv Deine Bindungen verbessern kannst.

Am Ende gibt es diese wunderbare Liebeserklärung von Annika für Tilly:
„Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt." von Erich Fried.

Wir freuen us wie immer über eure Kommentare, Eure Anregungen und natürlich über jedes Lob! LIKED UNS, TEILT UNS UND EMPFEHLT UNS WEITER…. Annika + Michael

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Folge 233: Mental Load - zuviel im Kopf?

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Wir sind wieder zu dritt heute - und unsere Freundin und Mitarbeiterin Christin hat selbstgebackene Kekse zum gemeinsamen Frühstück mitgebracht…

Als dreifache Mutter kann Christin aus eigener Erfahrung berichten, wie sich eine nervliche Überlastung entwickelt und auswirkt, vor der insbesondere die Krankenkassen warnt. Die Zahl der Menschen, die sich überlastet fühlen, ständig an alles denken müssen, sich für alles verantwortlich fühlen und nicht abschalten können, steigt. Besonders Mütter leiden unter diesem "Mental Load", unter einer psychischen Überlastung, die für andere unsichtbar an ihrer Psyche nagt und sie bis zum Burnout treiben kann.

Wir sind jetzt neugierig auf Eure Erfahrungen: Kennt Ihr dieses Gefühl der mentalen Überlastung? Und was macht Ihr dagegen? Wie sind Männer betroffen? Wie wirkt sich "Zuviel im Kopf" auf Euren Alltag und Eure Beziehungen aus?

Schreibt uns Eure Erfahrungen in die Kommentare, liked und teilt uns gern.
Annika, Christin und Tilly
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Folge 232: Die besten Sprüche

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Wir haben Euch gefragt: "Was ist DEIN Lebensmotto? Welches ist DEIN Lieblingsspruch? Und warum?" …und wir sind begeistert über Eure Antworten!!! Vielen Dank dafür! In dieser Sendung werden wir viele Eurer Sprüche vorlesen und psychologisch interpretieren: Was steckt hinter diesen Weisheiten? Was können wir für unser Leben von ihnen mitnehmen?

Tillys Lieblingsspruch ist von Erich Kästner: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!". Also freuen wir uns, wenn Ihr unseren Podcast hört, uns teilt, empfehlt und bewertet.

Annika + Michael

Über diesen Podcast

Psychologen beim Frühstück belauschen, wie sie über die Themen reden, die sie gerade beschäftigen: Von der "Psychologie des Lügens", über "Energievampire" und das Streitthema "Ordnung" bis hin zur "Macht des Vergebens". Immer persönlich, immer menschlich aber mit psychologischen Erklärungsversuchen, warum wir uns wie verhalten.

Unsere Zuhörer lieben es, mit uns auf den Ohren zusammen zu frühstücken:
"Danke für die Sendung !
Ich habe ein neues Hobby am Sonntagmorgen: Bügeln und Eure Sendung hören. Beides sehr erbaulich :)"(Alwin)

"Ich muss mal hier was los werden.Euro Radio Sendung ist der voll Hammer.
Es gibt mir so viel Kraft für die Woche um das Leben zu bestehen" (Christian)

"Hach...Ihr seid immer wieder ein Genuß" (Jens)

"Vielen Dank. Ein sehr schönes und interessantes Thema zum Start und eine tolle Idee. Ihre Formate bringen einen immer weiter und es man lernt eine ganze Menge dazu."(Tiger11969)

...und wer uns nicht nur hören sondern auch sehen will, schaltet jeden Mittwoch ab 19.00 "TheraThiel" auf YouTube ein.

Und natürlich freue wir uns auf viele Kommentare und Bewertungen. Klickt dazu mal hier: http://getpodcast.reviews/id/1392433517

von und mit Annika Lohstroh, Michael Thiel

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