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Folge 125 Lockdown

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Folge 125 Lockdown

Dieses Wort wird in diesem Jahr wahrscheinlich das sein, das wir am meisten gehört und am meisten gehasst haben: Lockdown. Im Deutschen schlichtweg "Ausgangssperre" bezeichneten die Medien damit in den USA schon lange vor Covid-19 den Stillstand des öffentlichen Lebens, Abriegelungen oder Situationen, bei denen die Leute zur Gefahrminderung in Gebäuden oder Zuhause bleiben sollten. Inzwischen benutzen wir alle den Begriff Lockdown eher im Sinne von Massenquarantäne, in denen ganze Regionen oder Orte abgeriegelt werden, damit sich das Corona Virus nicht weiter ausbreitet.

Das hat natürlich erheblich Folgen. Sowohl im sozialen wie im wirtschaftlichen, gesundheitlichen und psychischen Bereich. Deshalb wird ein totaler Lockdown, also das vollkommene Abriegeln von Allem und Jedem, als "Ultima ratio", also letzte Möglichkeit, gesehen. Genau über solche psychologischen Folge haben wir beide in der letzten Woche gesprochen. Überhaupt gibt es interessante Fragen rund um den Begriff "Lockdown":

  • Über welche psychischen Folgen genau sprechen wir?

  • Wie überstehe ich den Lockdown?

  • Welche Rolle spielt dabei die ungewisse Zukunft?

  • Was ist, wenn die Psyche wegen Überlastung runterfährt, beispielsweise nach einem Trauma?

  • Begriffsklärung: Was ist Dissoziation? Was ein apallisches Syndrom?

  • Was bezeichnet "Locked in"?

  • Manchmal ist es einfach alles zuviel. Oder man braucht eine kreative Pause. Oder man hat etwas Schlimmes wie z.B. eine Trennung erlebt. Fazit: Man möchte erst einmal niemanden sehen und hören. Man möchte keine Ratschläge, sondern sich nur verkriechen, um einmal richtig die Wunden zu lecken und sich gezielt hängen zum lassen. Wann ist es für die eigene Psyche gut, für sich selbst einen Lockdown-Zustand zu wählen?

  • Und ab wann ist so eine selbst gewählte Isolation krankhaft?

Während des Podcasts hat Annika noch ein kleines Gedicht geschrieben:

Lockdown

Eingeschlossen.

In mir.

Mit mir.

Von außen droht Elend.

Aber draußen

scheint auch die Sonne.

Soll ich die Tür vielleicht doch öffnen?

Annika Lohstroh 8.11.20

Wir wünschen Euch, dass Ihr gut durch die Lockdown-Zeiten kommt! Bleibt gesund, Annika und Michael


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